Hagazussen - Projekt

Gartenerlebnisse rund ums Jahr

In früheren Zeiten galten Hecken als magische Orte des Übergangs. Sie trennten die von den Menschen kultivierten Ländereien von der unheimlichen Wildnis.

In den Hecken wohnten weibliche Heckengeister, die Hagazussen. Sie waren vertraut mit beiden Welten, verfügten über Kräuterwissen und erwiesen den Menschen vielerlei gute Dienste.

 

Wer möchte nicht einmal dem Alltag entfliehen und sich ein wenig Zeit für die Seele gönnen?

 

Dafür steht das Hagazussen-Projekt zum Mitmachen, Genießen und Erfahren.

 

 

Am Di 26. März in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr findet die Auftaktveranstaltung der Hagazussen auf der Aqua Magica statt. Carola Bartelheimer, Elke Fukking und Mirjam-Hanna Voß, die Hagazussen, haben sich zu einem Projekt zusammengeschlossen. Die drei Frauen bieten seit Februar Veranstaltungen auf dem Aqua Magica-Gelände an. Nun haben sie auch eine Gartenparzelle an der Allee des Weltklimas übernommen und wollen den ersten Spatenstich mit einer kleinen öffentlichen Aktion unter freiem Himmel verbinden.

 

Nach dem Setzen einer Heckenrose informieren die Hagazussen über ihr Projekt und laden zum kreativen Gestalten mit Naturmaterialien ein. Kränze, Gestecke und andere dekorative Elemente können nach Gusto hergestellt und mit nach Hause genommen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Neben Einzelveranstaltungen gibt es die (R-)Auszeit, die jeden 3. Montag im Monat unterhaltsam, informativ und gesellig unterschiedliche Themenschwerpunkte beinhaltet.

 

Wer sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchte, für den sind die praxisnah und fachlich fundierten Workshops genau richtig.

 

Leitung: Carola Bartelheimer (Umweltpädagogin und Gartentherapeutin)  www.treffpunkt-natur.eu 

                Elke Fukking (Kräutergärtnerin), Mirjam Voß ( Umweltpädagogin)"Umweltbildung Gänseblümchen"              

 

Workshops und (R-)Auszeit 2019

Februar

Sa 16.02.    19.00-21.00 Uhr    Fackelspaziergang mit Gedichten und Geschichten, Feuerschale und Punsch,  

                                                     Aqua Magica, Bad Oeynhausen, Treffpunkt Haupteingang, 

                                                     Teilnahmegebühr:  12 €

Mo 18.02.  10.30-12.00 Uhr     Aqua Magica, (R-)Auszeit: Bäume im Winter  8 €/Person

 

März

Mo 18.03   10.30-12.00 Uhr     Aqua Magica, (R-)Auszeit: Frühlingserwachen  8 €/Person

Di   26.03.  16.00-18.00 Uhr     Aqua Magica, Auftaktveranstaltung am Gärtchen, Allee des Weltklimas

                                                      Gartendeko aus Naturmaterialien und kennenlernen des Hagazussen-Projektes

April

Mo 15.04   10.30-12.00 Uhr     Aqua Magica, (R-)Auszeit: Frühlingsboten  8 €/Person

Mo 22.04   14.00-16.00 Uhr     Aqua Magica, Geländerallye mit Fragen rund ums Osterei  2 €/Kind

 

Mai

Mo 20.05    10.30-12.00 Uhr     Aqua Magica, (R-)Auszeit: Wonnemonat Mai  8 €/Person

Sa  25.05     Workshop, in den Gärten von Schloss Ippenburg (genaueres folgt noch)

 

Juni

So  09.06   10.30-12.00 Uhr   Aqua Magica,  Pfingstmarkt Aktion für Familien: Basteln mit Naturmaterialien am Kräuterstand (kostenfrei)

Mo 17.06   10.30-12.00 Uhr    Aqua Magica, (R-)Auszeit: Insekten-Safari   8€/Person                     

 

Juli

Sa   06.07   Workshop, in den Gärten von Schloss Ippenburg (genaueres folgt noch)

Mo 15.07   10.30-12.00 Uhr   Aqua Magica, (R-)Auszeit: Lebensraum Wiese 8 €/Person

Mo 15.07   13.00-15.00 Uhr   Aqua Magica, Ferienspiele : Das große Krabbeln  6 €/Kind

Sa  27.07   14.00-18.00 Uhr Workshop: Kräuter-Allerlei, Aqua Magica, Bad Oeynhausen (genaueres folgt noch)

 

August

Fr  16.08   17 Uhr - So  18.08  15 Uhr   Workshop, in den Gärten von Schloss Ippenburg

ein elementares Wochenende für Paare

 

Feuer, Erde, Wasser, Luft – nach der Vier-Elemente-Lehre besteht alles Sein aus diesen Grundelementen. Wir verbringen das Wochenende in der Natur, erden uns, werden beflügelt und überlegen, was uns brennen lässt und uns in den Fluss bringt. (näheres folgt)

 

 

Mo 19.08   10.30-12.00 Uhr    Aqua Magica, (R-)Auszeit: Schmetterling, Libelle & Co  8 €/Person

 

 

September

Sa  07.09   14.00-18.00 Uhr   Workshop, LandArt, Aqua Magica, Bad Oeynhausen (genaueres folgt noch)

So  15.09   14.00-17.00 Uhr   Bauernmarkt, Aqua Magica, Aktion für Familien, Basteln mit Naturmaterialien am Kräuterstand (kostenfrei)

Mo 16.09   10.30-12.00 Uhr   Aqua Magica, (R-)Auszeit: Altweibersommer  8 €/Person

 

Oktober

Sa   12.10   Workshop, in den Gärten von Schloss Ippenburg (genaueres folgt noch)

Mo  21.10   10.30-12.00 Uhr   Aqua Magica, (R-)Auszeit: Herbstklänge  8 €/Person

Mo  21.10   13.00-15.00 Uhr   Aqua Magica, Ferienspiele: Blätter, Früchte, Beeren  6 €/Kind

 

November

Mo  18.11   10.30-12.00 Uhr  Aqua Magica, (R-)Auszeit: November-Blues  8 €/Person

 

Dezember

Sa  14.12    17.00-19.00 Uhr Aqua Magica, Fackel-Spaziergang in der Vorweihnachtszeit, Abschluss an der Feuerschale  12 €/Person

 


 

 

 

Bericht zu der  Kräuter-Werkstatt vom 18.August 2018

 

Auf die Kräuter - fertig - los!

 

Schauen, schnuppern, schnabulieren – die Teilnehmenden der Kräuter-Werkstatt, die am vergangenen Wochenende in den Gärten von Schloss Ippenburg stattfand, waren begeistert von den sinnlichen Eindrücken und Genüssen, die ihnen geboten wurden. Bei der Veranstaltung unter Leitung der beiden kräuterkundigen Hagazussen Carola Bartelheimer und Elke Fukking ging es um Wild- und Küchenkräuter und deren Verwendung. 

 

Nach einem Holunderblütensekt zur Begrüßung lernten die interessierten Frauen und Männer unter anderem, wie man Basilikum vermehrt, ein schackhaftes Basilikum-Blüten-Salz und Basilikum-Öl herstellt.

Aus Frischkäse, angereichert mit Vogelmiere, Brunnenkresse, Gundermann, Schafgarbe und anderen eigens hierfür gesammelten Kräutern, wurde ein Brotaufstich angerührt, der zur Mittagszeit allen Teilnehmenden mundetet. Auf der festlich gedeckten Tafel landeten weitere (vorbereitete) Köstlichkeiten aus der Kräuterküche: Ein Kräuterbrot mit Dill, BasilikumPesto, Orangen-Thymian-Marmelade, Shiso- und Rosenblütensirup sowie Lavendelkekse. Zum Dessert gab es frisch aus dem Küchengarten geerntete Him- , Heidel- und Brombeeren, Zwetschen und Mirabellen.

 

Bei einem Spaziergang durch den „Geheimen Garten“ von Schloss Ippenburg wurde Schritt für

Schritt die dort entstehende Kräutervielfalt erkundet. Seit Urzeiten nutzen die Menschen heimische

Wildpflanzen als Nahrung, als Heil- und Würzmittel und auch als Zauberpflanzen. So erfuhren die Teilnehmenden, dass beispielsweise das Johanniskraut nicht nur eine stimmungsaufhellende und wundheilende Wirkung hat. Früher schmückte man sich zum Fest der Sommersonnenwende oder am Johannistag mit den gelben Blüten, um böse Geister zu vertreiben und Glück und Gesundheit für ein ganzes Jahr zu empfangen.


Bericht zu Herbstliches Gartenfinale vom 6.Oktober 2018

Ippenburger Allerlei

 

Bei blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen fand am vergangenen Wochenende (06.10.) ein Hagazussen-Workshop in den Gärten von Schloss Ippenburg statt. Carola Bartelheimer und Elke Fukking hatten zum „herbstlichen Gartenfinale“ eingeladen. Die beiden Hagazussen, bewandert in Fragen rund um Natur und (Wild-)Pflanzen, haben mit den Teilnehmenden aus Porta Westfalica, Espelkamp, Rahden, Lübbecke, Bad Essen und Ahlen das Wetter und die noch vorhandene Blütenfülle rund um das Schloss genossen.

 

Gastreferent Itze Riemeyer berichtete den Teilnehmenden über seine Passion, die Anzucht von

Pilzen. Im Ippenburger Küchengarten hat der Pilzexperte ein Refugium, wo er regelmäßig Austernseitlinge und Shiitake-Pilze erntet. Einmal daran riechen durften die Frauen und Männer dann an mitgebrachten Plantagen-Trüffeln. Bis die erste lohnenswerte Ernte im Ippenburger Trüffelgärtchen fällig ist, müssen noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

 

Mit frisch geerntetem Gemüse (und Pilzen) wurde dann ein Eintopf über dem offenen Feuer gekocht. Vor dem Genuss stand jedoch das Schneiden von Kürbis, Porree, Rote Bete und anderen Feldfrüchten auf dem Plan. Während des Garvorgangs erfuhren die Teilnehmenden, welche heimischen Gehölze sich gut im eigenen Garten machen und auch eine Bedeutung für die Tierwelt haben, z. B. als Vogelnährgehölz oder Raupenfutterpflanze.

Nach dem Mittagessen, das nicht am wärmenden Feuer, sondern im kühlen Schatten stattfand, wurden Weidenzweige geschnitten und als Grundlage für Kränze verflochten. Mit Schnittgrün, Blüten, Früchten und Fruchtständen wurden dann nach individuellem Geschmack kleine, hübsche Gebinde hergestellt.

 

 

Ausgestattet mit Tütchen sammelten die Teilnehmenden anschließend bei einem Spaziergang durch den Geheimen Garten Sämereien für den Eigenbedarf. Im Küchengarten wurde außerdem demonstiert, wie Johannisbeeren fachgerecht gestutzt werden und man aus dem Schnittgut Steckhölzer für eine junge Generation Beerensträucher schneidet.

 

Viel zu schnell neigte sich die Veranstaltung ihrem Ende entgegen, und alle waren sich einig, dass es noch viele Themen gäbe, über die man hätte fachsimpeln können. Traditionell wurde der Hagazussen-Workshop mit etwas Selbstgemachtem – diesmal mit einem Quittenlikör – begossen.


Bericht zu November-Blues

Gegen den November-Blues

Statt nebelig, nass und windig zeigte sich der November am 17.11.2018 von seiner schönsten Seite: Die Sonne brachte das Herbstlaub noch einmal richtig zum Leuchten und auch die Temperatur stieg auf ein erträgliches Niveau. Die Teilnehmenden des Hagazussen-Workshops „November-Blues“ auf Schloss Ippenburg ließen sich das gerne gefallen.

Statt trüber Novemberstimmung genossen die Frauen und Männer bei einem Spaziergang die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, das raschelnde Laub unter den Füßen und die trompetenden Kraniche am blauen Himmel. Die Bewegung an der frischen Luft, imposante Baumveteranen am Wegesrand und der Ausblick über abgeerntete Felder auf das nahe Wiehengebirge sorgten für eine heitere Atmosphäre. Etwas Melancholie kam dann aber doch noch auf als Elke Fukking, Kräutergärtnerin und Hagazusse, Gedichte vortrug, die alle Facetten des „Trauermonats“ abbildeten.

Bevor zur Mittagszeit eine heiße Gemüsesuppe verspeist und Heißgetränke konsumiert wurden, schilderte Umweltpädagogin und zweite Hagazusse Carola Bartelheimer Überwinterungsstrategien heimischer Tier- und Pflanzenarten.

Im Anschluss wurden im extra dafür aufgebauten Zelt aromatische Düfte von Harzen und getrockneten Kräutern präsentiert. Die beiden Hagazussen informierten die Teilnehmenden über traditionelle Methoden des Räucherns und dessen positive Wirkung auf Körper und Seele. Zwischendurch wurde die Nase vor dem Zelt „gelüftet“ und das ein oder andere Räucherbündel im Freien angezündet.

Zur Dämmerstunde brachen die Seminaristen wieder zu ihren Fahrzeugen auf, ausgerüstet mit brennenden Fackeln und einem aus scharfen Ingredienzien selbst zubereitetem pflanzlichen Antibiotikum im Gepäck. Mit Worten aus der Feder von Ingrid Adomeit klang die Veranstaltung schließlich aus: „Der Tag hat die Pflichten niedergelegt, und der Abend ist kalt hereingebrochen. Die silberne Mondsichel am Himmel steht, aus Nachbars Kamin kommt Rauch gekrochen...“

Wer der Winterdepression keine Chance geben möchte, der sollte, wie auch die Hagazussen es tun, in den folgenden Wochen Pläne für das kommende Jahr schmieden. Und am 22. Dezember werden die Tage auch schon wieder länger!